Demenzfreundliche Trauerfeiern – Abschied nehmen dürfen – auch mit Demenz.
„Sollen wir es Papa überhaupt sagen?“
„Kann Mama an der Trauerfeier teilnehmen?“
„Versteht sie überhaupt, was passiert ist?“
„Oder bereiten wir ihr damit nur noch mehr Schmerz?“
Wenn ein geliebter Mensch stirbt und ein naher Angehöriger an Demenz erkrankt ist, stehen Familien plötzlich vor ganz besonderen Fragen. Neben der eigenen Trauer entstehen Unsicherheit und der verständliche Wunsch, den Menschen mit Demenz zu schützen.
Doch auch Menschen mit Demenz können Trauer empfinden und das Bedürfnis haben, Abschied zu nehmen und einbezogen zu werden. Entscheidend ist, einen Weg zu finden, der zu diesem Menschen, seiner Erkrankung und seiner persönlichen Situation passt.
Durch meine zusätzliche Qualifizierung zur demenzfreundlichen Trauerrednerin kann ich Angehörige in dieser besonderen Situation begleiten. Gemeinsam schauen wir, wie der erkrankte Mensch behutsam in den Abschied, die Trauerfeier und die Beisetzung einbezogen werden kann – ohne ihn unnötig zu überfordern.
Manchmal sind es kleine Veränderungen im Ablauf, vertraute Worte, Bilder, Musik oder Rituale, die Sicherheit geben und einen würdevollen Abschied ermöglichen.
Denn Demenz bedeutet nicht, dass ein Mensch nicht mehr fühlen kann.
Und Abschied sollte für jeden Menschen möglich sein.
Ich bin gelistete Demenzpartnerin und gehöre derzeit zu den 56 demenzfreundlichen Trauerredner:innen in Deutschland – nur vier davon in ganz Schleswig-Holstein.

